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NINO DE ANGELO

 

1963
Als Siebenmonatskind wird Nino am 18. Dezember gegen 3.15 Uhr früh in der Landesfrauenklinik Karlsruhe unter dem Namen Domenico Gerhard Gorgoglione geboren. Er ist das einzige Kind des italienischen Gastarbeiterehepaares Stella und Pietro Gorgoglione, das kurz zuvor aus wirtschaftlichen Gründen sein Heimatdorf Laterza bei Taranto in Apulien verlassen hatte. Seine Kinderzeit verbringt Nino in Bretten, einer Kleinstadt nahe Karlsruhe.
1979
Nino wird westdeutscher Jugendmeister im All-Style-Karate. Im selben Jahr beginnt er in Köln, wohin er nach der Scheidung seiner Eltern 1972 mit seiner Mutter gezogen ist, die Karriere als Sänger in einem persischen Lokal. Mit einem Freund, der ihn am Klavier begleitet, singt Nino abends in Pianobars Lieder seiner Vorbilder Elvis Presley, Adriano Celentano, Renato Zero und anderen. Seine Tagesgage beträgt 30 DM. Sein Talent hatte Nino kurz nach seinem Stimmbruch im
Musikunterricht in der Schule entdeckt, als das Thema „Schlager" durchgenommen wurde. Der Lehrer suchte einen mutigen Schüler, der „Go Down, Moses" auf Band singen sollte. Nino wurde auserkoren und war nebst seinen Klassenkameraden ausgesprochen überrascht, wie gut seine Stimme aus der Konserve klang.
1980
Nino nimmt die deutsche Staatsbürgerschaft an. Aufgrund eines fehlenden Behörden-Eintrags war er vorher weder als Italiener, noch als Deutscher registriert.
1981
Von einem Schallplattenproduzenten wird Nino bei einem seiner Auftritte in der Pianobar "Die Taste" entdeckt. Seine Mutter unterschreibt kurz darauf für ihn einen Plattenvertrag mit der Firma "Polydor" in Hamburg, und Nino verläßt aus diesem Grund das Aufbaugymnasium in Köln. Seine ersten beiden Singles "Siebzehn" und "Der Ring, den Du trägst" sind jedoch alles andere als erfolgreich. Heute zählen sie daher zu den absoluten Raritäten. Sie wurden noch schlicht unter "Nino" veröffentlicht, da der Künstlernachname "de Angelo" noch nicht erfunden war. Nino ist unendlich glücklich und stolz, überhaupt den Sprung in die Musikbranche geschafft zu haben, und es ist ihm völlig egal, welcher Art Songs er seine Stimme leihen sollte.
1982
Der Künstlername „Nino de Angelo" wird geboren. Anfang Februar wird unter diesem Namen die nunmehr dritte Single „Und ein Engel fliegt in die Nacht", der deutschen Version des OMD-Hits „Souvenir", veröffentlicht. Im Mai kann Nino sich damit erstmals in den Top 75 der Singlecharts plazieren. Er steigt mit Platz 63 ein, klettert bis auf Platz 54 und hält sich insgesamt 10 Wochen lang in der Hitliste. Die einschlägigen Jugendzeitschriften werden erstmals auf ihn aufmerksam, wenn die Artikel auch kaum größer als 10 cm2 sind und inhaltlich noch recht viele Fehler und Ungenauigkeiten aufweisen. Auch der erste TV-Auftritt in der WDR-Regionalsendung "WWF-Club" fällt in diese Zeit. Die Nachfolgesingle „Vielleicht", die im Herbst veröffentlicht wird, kann an diesen Erfolg anknüpfen, wenn es ihr auch nicht gelingt, sich in den Charts zu plazieren. Sie erscheint auch in italienischer Sprache als „Sarà la nostlagia". Verantwortlich für diese beiden Songs ist erstmals Hans-Joachim Horn-Bernges, mit dem Nino auch in den folgenden Jahren eng zusammenarbeiten wird. Für Horn-Bernges war es das Debüt als eigenverantwortlicher Produzent.
1983
Mit der von Drafi Deutscher komponierten Single "Ich sterbe nicht nochmal" kann Nino sein Debut in Dieter Thomas Hecks "ZDF-Hitparade" feiern und belegt prompt den dritten Platz in der Zuschauergunst. Insgesamt ist Nino bereits so erfolgreich, daß sein erstes Album "Junges Blut" auf den Markt kommen kann. Die daraus ausgekoppelte Single "Engel und Teufel, Luisa" kann an diesen Erfolg anknüpfen, obwohl es bei Dieter Thomas Heck lediglich zu einem fünften Platz reicht.
Auch das Interesse der Jugendzeitschriften an Nino ist inzwischen so groß, daß ihm doppelseitige, farbige Artikel gewidmet werden. Selbst die BRAVO veröffentlicht im Sommer eine ihrer populären „Autogrammkarten" unter seinem Namen. Zu dieser Zeit wird bereits sein Image als Schmusesänger und Mädchenschwarm geprägt, das er auch in späteren Jahren trotz aller Anstrengungen kaum mehr loswerden kann. Seine Fans können ihn bei zahlreichen Diskothekenauftritten in ganz Deutschland erleben, für die Nino im Monat etwa 10000 km zurücklegt. Im November erscheint noch eine weitere Single, mit deren Titel der Name „Nino de Angelo" in Zukunft unauslöschlich verknüpft werden wird: "Jenseits von Eden". Sie erobert die Charts im Sturm und überrollt Nino förmlich mit ihrem gigantischen Erfolg. Die Komposition stammt wieder von Drafi Deutscher, der Text von Hans-Joachim Horn-Bernges.
1984
„Jenseits von Eden" kann sich 10 Wochen auf dem Spitzenplatz der deutschen Charts halten und wird nur 14 Wochen nach ihrem Erscheinen vergoldet. In der Jahresgesamtwertung kann sie einen stolzen zweiten Platz hinter Laura Branigans „Self Control" verbuchen. Selbst in der Auswertung des gesamten Jahrzehnts ist „Jenseits von Eden" noch auf dem 35. Platz zu finden. Die englische Version des Titels, "Guardian Angel", von der Gruppe Masquerade alias Drafi Deutscher belegt
lange Zeit Platz 2 der Charts, kann ihre deutsche Mitstreiterin jedoch nie einholen. "Jenseits von Eden" bzw. die italienische Version "La valle dell' Eden" können auch im europäischen Ausland vordere Chartpositionen einnehmen. In Frankreich ist Nino mit „La valle dell’ Eden" sogar 5 Wochen lang die Nummer Eins. Im Laufe des Jahres erhält Nino zahlreiche Auszeichnungen, z. B. den „Goldenen Löwen" von RTL, die „Goldene Stimmgabel" vom ZDF und sogar die MIDEM-Trophäe in Cannes. Frank Elstner lädt ihn zu Beginn des darauffolgenden Jahres als eine der wichtigsten Personen des Jahres 1984 in seine populäre Sendung „Menschen ‘84" ein. Die Jugendzeitschriften widmen Nino zahlreiche Sonderaktionen, wie z. B. Aufkleber, Autogrammkarten, Star-Album, „Briefmarke" etc. Die BRAVO-Leser können über mehrere Wochen einen lebensgroßen Starschnitt sammeln, und Ninos Stimme kann eine Woche lang am BRAVO-Telefon abgerufen werden. Ausführliche Berichte, die ihn in beinahe allen Lebenslagen vorstellen, sind wöchentlich in großer Anzahl zu finden. Am 19. Januar ist Nino zum ersten Mal auf dem BRAVO-Titelblatt zu sehen, vierzehn Tage später gleich noch einmal. Die Fanbegeisterung wird so groß, daß sich Nino fast davon erdrückt fühlt. Unter dieser großen Belastung leidet zwischenzeitlich sogar die Beziehung zu seiner Freundin Judith Coersmeier, die ihn schon seit seinen ersten Auftritten begleitet. Die im Frühjahr erscheinende LP "Jenseits von Eden" wird schnell vergoldet. Die kurz darauf erscheinende neue Single "Atemlos" ist zwar auch sehr erfolgreich, kann die Popularität von „Jenseits von Eden" jedoch nicht erreichen. Die höchste Notierung in den deutschen Charts war ein 20. Platz. Die Folge davon ist eine leicht abebbende Popularitätswelle, die ab Frühsommer zu beobachten ist. Für das Ausland wird die LP „Nino" veröffentlicht. Sie enthält einige englische Versionen von Titeln der LP „Jenseits von Eden" sowie auch einige aus der LP „Junges Blut". Unter Hochdruck arbeitet Nino zu dieser Zeit bereits an seinem dritten Album, das im Herbst unter dem Titel "Zeit für Rebellen" auf den Markt kommt. Dieses und die kurz vorab daraus ausgekoppelte Single "Wir sind Giganten" können jedoch den Negativtrend nicht aufhalten, wenn die Single auch noch ein paar Wochen in den unteren Regionen der Charts zu finden ist.
1985
Zeitgleich erscheinen die englische LP "Time To Recover" und die italienische LP "Figlio della notte", die entsprechende fremdsprachige Versionen der deutschen Titel des Albums „Zeit für Rebellen" enthalten und in verschiedenen Ländern erscheinen. In Australien wird „Time To Recover mit kleineren Veränderungen in der Titelauswahl als „Testament Of Love" veröffentlicht. International ausgekoppelt wird die Single "Time To Recover". In der zweiten Jahreshälfte nimmt Nino mit einem
neuen Team sein neues Album auf. Es wird eine der ersten digital aufgenommenen Pop-LPs, in die sich Nino erstmals verstärkt als Komponist und Texter einbringt. Er arbeitet jetzt mit den Jennifer-Rush-Produzenten Candy de Rouge und Gunther Mende zusammen. Im Herbst erscheinent die neue Single "Ich habe mich an dich verloren", die auf dem Musikmarkt nur wenig Beachtung findet.
1986
Nino wird trotz zahlreicher Rückstellungsanträge nun doch von der Bundeswehr eingezogen und tritt am 2. Januar seinen Dienst in Euskirchen an. Nach Beendigung der Grundausbildung erscheint seine nunmehr vierte LP "Ich suche nach Liebe". Sie erhält aufgrund ihrer hervorragenden musikalischen Qualität gute Kritiken, kann sich aber trotzdem nicht in den Charts plazieren. Um die daraus ausgekoppelte Single "Du bist ein Teil von mir" vorstellen zu können, muß Nino seinen Erholungsurlaub bei der Bundeswehr opfern. Jedoch verbleibt diese Single unter „ferner liefen...", ebenso die folgende Auskopplung "Ich suche nach Liebe" (die deutsche Version des Jennifer-Rush-Hits "The Power Of Love"). Im September wird Nino aufgrund eines Rückenleidens vorzeitig von der Bundeswehr entlassen und kann sich fortan wieder ganz auf seine Musik konzentrieren. Er wechselt noch einmal das Team und arbeitet mit Harald Steinhauer an einigen neuen Titeln. Gegen Ende des Jahres erscheint die Single "Wünsche der Nacht", die ihn aber nicht aus der musikalischen Versenkung hervorholen kann. Am 15. Dezember heiratet Nino zur Überraschung der Fans um 8.00 Uhr morgens (Es war noch dunkel!) seine langjährige Freundin Judith auf dem Kölner Standesamt.
1987
Den Hochzeitsberichten in der Presse am Anfang des Jahres folgen Hochzeitsberichte in der Presse im Sommer. Nino und seine Frau werden am 22.08. nun auch kirchlich getraut. Das Paar zieht bei strahlendem Sonnenschein und hochsommerlichen Temperaturen zum Orgelklang von „Jenseits von Eden" in die Kirche „St. Maria Königin" ein und gibt sich dort das Ja-Wort. Im Herbst gewinnt Ninos musikalische Seite wieder die Oberhand. Die Single "Doch Tränen wirst du niemals sehen", die am 10. September in der Sendung "Der große Preis" TV-Premiere hat, und die LP "Durch tausend Feuer" klingen deutlich rockiger als bisherige Werke. Nino als Komponist und Texter ist hörbar reifer geworden. Zudem tritt er mit neuem Image - Jeans, Cowboystiefeln, Gitarre und eigener Band - an die Öffentlichkeit. Der neue Sound spiegelt sich auch in der Gestaltung des Plattencovers wider. Zum einen wurde ein neuer, kantiger Schriftzug entworfen. Zum anderen gelingt es erstmals, die Aussage des LP-Titels mit den Foto-Aufnahmen von Dieter Eikelpoth zu unterstreichen. Eikelpoth wird auch in späteren Jahren wiederholt herangezogen, wenn es darum geht, besonders aussagekräftige Fotos zu machen. Nach langer Zeit widmen nun auch die Jugendzeitschriften Nino wieder ein paar farbige Artikel. In Kritiken wird der Imagewechsel insgesamt als positiv gewertet. „Doch Tränen wirst du niemals sehen" kann sich sogar in den deutschen Charts plazieren, wenn auch nicht auf den vorderen Plätzen. Unter dem Titel "I Only Wanna Be With You" erscheint der Song auch in den Benelux-Ländern, Frankreich und Großbritannien. Für die Benelux-Ausgabe verwendet Nino statt seines üblichen Künstlernamens das Kürzel "N.D.A.".
1988
Am 9. März wird Ninos und Judiths Tochter Louisa-Marie geboren. Dem ersten Familienfoto widmen fast alle Frauenzeitschriften mindestens eine kleine Notiz. Um seine Vorliebe für schnelle Motoren ausleben zu können, beginnt Nino, in der Formel Opel Lotus Challenge Autorennen zu fahren. Er geht mit einem ca. 50.000 DM teuren, bis zu 260 km/h schnellen Rennwagen für Italien an den Start. Auf seinem Rennanzug steht „Nino de Angelo". In der Regel plaziert sich Nino eher im hinteren Drittel, hat auch zwei leichtere Crashs, aber auf der Berliner Avus kann er einen stolzen 8. Platz von 30 Teilnehmern belegen. Einer seiner Mitstreiter ist Heinz-Harald Frentzen, der später erfolgreich in der Formel Eins fahren wird. Nino seinerseits wendet sich nach der Rennsaison aber wieder der Musik zu. Aufgrund seines gewandelten Musikstils und dem damit verbundenen Image verläßt er seine langjährige Plattenfirma „Polydor" und unterschreibt bei „WEA" in Köln einen Dreijahresvertrag. Sein dortiges Debütalbum ist "Baby Jane", aus dem die gleichnamige Single ausgekoppelt wird. Als Produzent ist wieder Hans-Joachim Horn-Bernges verantwortlich, von dem ein Großteil der Titel auch getextet bzw. komponiert wurde. Leider findet die Platte kaum Echo, obwohl sie trotz ihrer schnellen Veröffentlichung von hoher musikalischer Qualität ist. Im Herbst bekommt Nino für „Doch Tränen wirst du niemals sehen" die Goldene Stimmgabel und singt in dieser Show auch seinen neuen Titel „Baby Jane". Außerdem ist Nino erstmals in einer kleinen Rolle als Schauspieler in dem ZDF-Fünfteiler „Die Bertinis" zu erleben. Die von ihm verkörperte Figur wird in älteren Jahren von Drafi Deutscher gespielt. Die Dreharbeiten hierfür hatten Ende 1987/Anfang 1988 auf Sizilien und in Hamburg stattgefunden.
1989
Das Jahr 1989 ist mit Abstand das erfolgreichste für Nino seit der „Jenseits von Eden"-Zeit. Eigentlich hatte er geplant, seinen eigenen, rockigen, kantigeren Weg noch konsequenter weiterzugehen. Jedoch läßt er sich aus kommerziellen Gründen auf einen Kompromiß ein. Sein Image erscheint wieder weicher und gefälliger, was besonders deutlich auf den Coverfotos der in diesem Jahr veröffentlichten Schallplatten zu erkennen ist. Durch die Vorbereitung der neuen ZDF-Serie „Rivalen der Rennbahn", die im März laufen soll, ergibt sich die Zusammenarbeit mit Dieter Bohlen. Neben dem Titelsong „Samuraj" ist in dieser Serie auch „Don’t Kill It Carol" zu hören, gesungen von Nino, geschrieben von Dieter Bohlen. Mit diesem und Hans-Joachim Horn-Bernges geht Nino am 23. März in München bei der deutschen Vorentscheidung zum Grand Prix d'Eurovision de la Chanson mit dem Titel „Flieger" an den Start und kann als strahlender Sieger das Deutsche Theater verlassen. 14.625 Stimmen hat er von den TED-Wählern bekommen, knapp 4.000 mehr als die zweitplazierte Gruppe „Xanadu". Erstmals widmet die Presse Nino wieder Titelseiten. Selbst in der BRAVO und anderen Jugendzeitschriften erscheinen große, farbige Artikel, sogar ein Star-Album und Aufkleber. „Flieger" wird nach der internationalen Sperrfrist am 1. April veröffentlicht und klettert in rasanter Geschwindigkeit bis auf Platz 13 der deutschen Singlecharts. Dieser Song, der nie veröffentlicht worden wäre, hätte er nicht die deutsche Vorentscheidung gewonnen, verkauft sich laut Dieter Bohlen gleich am ersten Tag 30.000 mal. Übertroffen wird er nur noch durch Ninos 11. Platz für „Samuraj". Damit kann Nino gleichzeitig zwei Top-20-Plazierungen für sich verbuchen, was in der deutschen Chartgeschichte bis dato noch nicht vorgekommen war. Zudem ist Nino als einziger Künstler mit zwei Titeln auf dem innerhalb weniger Wochen vergoldeten Soundtrack von „Rivalen der Rennbahn" vertreten. Die Tatsache, daß „Flieger" in der internationalen Wertung in Lausanne lediglich auf dem 14. von 22 Plätzen landet, kann der allgemeinen Euphorie nichts anhaben. (Dieses Ergebnis wird von der deutschen Presse als „nicht nachvollziehbar" bezeichnet, zumal dem
Überraschungssieger „Riva" aus Jugoslawien nur wenig Chancen eingeräumt wurden und der Song sich anschließend auch nur schlecht in Deutschland verkauft.) Um auf die erneute Popularitätswelle einzugehen, erscheinen gleich zwei mehr oder weniger neue Alben unter Ninos Namen: „Samuraj" in englischer und „Flieger" in deutscher Sprache. Letzteres ist jedoch fast identisch mit der im Jahr zuvor erschienenen LP „Baby Jane", wobei lediglich zwei Titel durch „Flieger" und „Laureen"
(der Single-B-Seite) ersetzt worden sind. „Samuraj" hingegen trägt unüberhörbar die Handschrift von Dieter Bohlen. Zum Titelsong wurde auch ein Videoclip produziert. Die zweite Single-Auskopplung aus „Samuraj", „Who’s Gonna Love You Tonight", ein Song nach typischem Bohlen-Strickmuster, erscheint zwar auf dem Soundtrack des eher mäßig erfolgreichen Films „Gummibärchen küßt man nicht", kann den Sprung in die Charts jedoch nicht schaffen. Der Rummel um Nino beruhigt sich ein bißchen, aber es gelingt ihm, im November erstmals ein eigenes Live-Konzert in Limburg an der Lahn zu geben.
1990
Um Nino wird es wieder sehr still. Er kehrt zu seinem eigenen Stil zurück, um den Weg weiterzugehen, den er bereits vor den „Flieger"-Zeiten geplant hatte. Im April entschließt sich Nino, seine neuen Titel nicht nur selbst zu komponieren und zu texten, sondern auch zu produzieren. Bis zum Sommer arbeitet Nino intensiv in seinem Studio. Im Juli und August tourt er mit ein paar Show-Kollegen durch deutsche Kur- und Erholungsorte und absolviert dabei mehr als 40 Auftritte in nur 7 Wochen, die zumeist in Festzelten oder im Freien stattfinden. Gleich einen Tag nach Ende der Tour steht er schon wieder im Studio, um an seiner neuen LP zu arbeiten. Im September erscheint die Single "Vielleicht muß man erstmal durch die Hölle", die Nino in verschiedenen Fernsehsendungen vorstellt. Sie ist ein erster Vorbote auf das neue Album. Weitere Titel daraus stellt er Ende des Jahres bei einer Konzertreihe vor.
1991
Im März erscheint Ninos zweite Single im neuen Musikstil unter dem Titel „La Luna", zu dem auch ein Videoclip gedreht wurde. Um den musikalischen Wendepunkt zu verdeutlichen, trennt Nino sich von seinem Vornamen und nennt sich ab sofort „De Angelo". Für ein Aufhorchen sorgt außerdem der italienische Part in dem sonst deutschen Lied. Im Mai erscheint das neue Album „De Angelo". Die autobiographisch gefärbten Titel lassen den Komponisten, Texter und Produzenten De Angelo
erkennen. Rockige Songs und sanfte Balladen - die daraus resultierende Spannung spiegelt sich im ausdrucksstarken Coverfoto (Dieter Eikelpoth!) wieder. Erstmals wird es Nino gestattet, auf einer speziell dafür herausgegebenen Promotion-CD Stellung zu seinem Werk zu nehmen. Während die breite Öffentlichkeit das Album weitestgehend ignoriert, reagiert die Musikerwelt mit Anerkennung. Viele Kollegen raten Nino zu einer vollständig italienischen Version von „La Luna". Diese
erscheint dann auch im September auf der ersten ausgekoppelten CD-Single „Du bist das Feuer". Ebenfalls im September bekommt Nino für den Song des Jahres ’84 („Jenseits von Eden") die Goldene Stimmgabel und hat während der Show die Gelegenheit, seinen neuen Single-Titel vorzustellen. Am 1. August wird Ninos und Judiths Sohn Luca Léon geboren. Diesem freudigen Ereignis widmet die Regenbogenpresse wieder einige kleinere Artikel. In der zweiten Hälfte des Jahres schreibt Nino verstärkt für andere Künstler, wie z. B. „Senza Amore" für Oscar Domingo (einige Wochen Platz Eins in Mittel- und Südamerika) und „Lonely Fighter" für Reinhold Bilgeri (sofort Platz 17 in den österreichischen Charts).
1992
Nino hat sich erneut zurückgezogen, um an seinem zweiten selbstproduzierten Album zu arbeiten, findet aber noch die Zeit für einige Live-Auftritte. Seine Aktivitäten für andere Künstler weitet er weiter aus. Zu nennen ist hier besonders das Duo „Van Dango", das Nino entdeckt, zusammengestellt, produziert und bei der Firma „Ariola" unter Plattenvertrag gebracht hat. Es besteht aus der Holländerin Bo Shannon und dem Sänger Rocky M. Als Fotografin für das Titelfoto der ersten Single „Ruf mich nicht an" wird „Judith de Angelo" genannt. Für den ersten Fernsehauftritt in Dieter Thomas Hecks "Deutschem Schlagerwettbewerb" leiht Nino Rocky M. seine Jacke. Das Duo kann mit seinem Titel „Ruf mich nicht an" den 4. Platz in der Zuschauerwertung belegen.
1993
Das Jahr beginnt mir der neuen Single „Eisblick" von Van Dango, die vom Rundfunk gut angenommen wird. Der Plattenvertrag des Duos wird aber nicht verlängert, damit ist die Zusammenarbeit beendet. Mit seiner eigenen neuen Single „Ich fahr' die Nacht" (die Nino im Februar bei einem Live-Auftritt vorstellt und die im März auf dem Markt erscheint) erfüllt Nino sich einen persönlichen Wunsch, indem er eine Coverversion des Roy-Orbison-Titels „I Drove All Night" veröffentlicht. Mit
dieser gelingt ihm im April ein 4. Platz in der ZDF-Hitparade. Das Album „Verfluchte Zeiten" erscheint im Juni. Bei der Wahl seiner Co-Autoren und Musiker hat Nino besonders auf Qualität gesetzt. So kann die Mitarbeiterliste bekannte Namen wie P. E. Werner und Wolf Maahn aufweisen. Kurze Zeit nach Erscheinen des Albums kommt die erste ausgekoppelte Single „Hunger in der Haut" auf den Markt. Im Oktober stellt Nino seine neuen Titel live vor, im November wird die zweite
Single „Das siebente Wunder" ausgekoppelt. Nino arbeitet auch weiterhin verstärkt für andere Künstler, beispielsweise produziert er das neue Album von Tommy Steiner, „Zeit für Gefühle". Außerdem schreibt und singt er die Titelmelodie für die RTL-Show „Nur die Liebe zählt".
1994
Die große Aktion des Jahres nennt sich „Tabaluga und Lilli". Nino ist ab März mehrere Monate mit Peter Maffay auf Tournee und leiht dem Vater der Hauptfigur des Rockmärchens (Tyrion) seine Stimme. Wegen des großen Erfolges wird die Tour in der zweiten Hälfte des Jahres fortgesetzt. Durch fehlende Promotion wird die Herausgabe der dritten Auskopplung aus dem De-Angelo-Album „Verfluchte Zeiten", „Kleiner großer Mann", von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen. Deshalb zählt diese Single heute schon zu den Raritäten. Spätere Veröffentlichungen erscheinen wieder unter dem vollständigen Namen Nino de Angelo.
1995
Das Jahr ist geprägt von dem, was Nino am besten kann: sehr vielen Live-Auftritten in ganz Deutschland. Unter dem Pseudonym „Cpt. Galaxy" unternimmt Nino im Sommer mit seiner Frau als Sängerin einen kurzen Ausflug in die Dance-Floor-Szene. Außerdem produziert er den offiziellen Song der „Gerry Weber Open ‘95" (ein Tennistournier in Halle in Westfalen), "The Heart Is A Fighter", der als Single des Sängers Irwin Doomes veröffentlicht wurde.
1996
Nach einigen Live-Auftritten von Nino erscheint auf der erfolgreichen Mr.-President-CD „We See The Same Sun" das Duett „Olympic Dreams", gesungen von Nino de Angelo und T-Seven von Mr. President. Neben der Arbeit für andere Künstler konzentriert sich Nino hauptsächlich auf die Vorbereitung seines neuen Albums. Seine sehr genauen Vorstellungen von seiner zukünftigen Musik versucht er konsequent in die Tat umzusetzen. Unterbrochen wird seine Arbeit gegen Mitte
des Jahres durch die Erkrankung an Lymphdrüsenkrebs. Nach einigen weiteren Auftritten muß Nino pausieren, um bestmögliche Therapieerfolge zu gewährleisten. Eine zeitlang zieht sich Nino völlig aus der Öffentlichkeit zurück, beginnt gegen Ende des Jahres, sich für die Deutsche Krebshilfe zu engagieren und tritt bereits im Dezember mit „Kleiner großer Mann" wieder im Fernsehen auf.
1997
Da Nino sich zunehmend von seiner Krankheit erholt, können im März die ersten Live-Auftritte stattfinden, bei denen Nino von den Fans erleichtert und begeistert gefeiert wird. So oft er kann, arbeitet er jetzt im Studio an seiner neuen Karriere, die er gründlich überdacht und für die er neue Prioritäten gesetzt hat. Nach einem Arbeitstreffen im Herbst mit Michael Jacksons Musikern in Amerika meldet sich Nino Ende November überraschend mit seiner neuen Single "I Can See The Light" zurück. Diese wurde in der gerade gegründeten Firma „PMP" (Perpetuum Mobile Productions) produziert, die im Laufe des Jahres von Nino und seinem Musikerkollegen und Freund Dieter Dierks ins Leben gerufen wurde. In der folgenden Zeit ist Nino in sehr vielen Fernsehsendungen zu erleben. Z. B. stellt er seine Single in der José-Carreras-Gala zugunsten Leukämiekranker vor.
1998
Als das neue Jahr noch keine fünf Minuten alt ist, hat Nino bereits einen sensationellen Auftritt in der SAT.1-Silvester-Party vor dem Brandenburger Tor in Berlin. Er tritt zusammen mit anderen Künstlern vor einem Riesen-Publikum auf, das begeistert reagiert. Eine Reihe von Interviews in Fernsehen und Radio folgt, wobei sich jedoch bereits abzeichnet, daß der englische Titel nicht den gewünschten Erfolg erzielt. Bei den zahlreichen Live-Auftritten, die seit März wieder stattfinden, stellt Nino die neue Single auch nicht mehr vor. Die Zusammenarbeit mit der Plattenfirma wird beendet, und am 11. März startet die neue RTL-Serie "Dr. Monika Lindt", deren Titelsong von Nino mit deutschem Text geschrieben und gesungen wurde. Die deutsche Sprache, so beschließt er später, wird vorerst seinen Weg bestimmen. In der zweiten Jahreshälfte arbeitet er darum wieder mit seinem früheren Autor und Produzenten Hans-Joachim Horn-Bernges zusammen und bereitet ein neues deutschsprachiges Album vor. Davon unabhängig erscheint im Herbst die Single "Hand in Hand", ein Duett mit Claudia Jung, das im Sommer aufgenommen wurde. Dieses wird ab sofort in vielen Fernsehsendungen präsentiert und verzeichnet von Anfang an sehr gute Funkeinsätze. In der ZDF-Hitparade am 21.11. belegen Nino de Angelo und Claudia Jung den dritten Platz. In der Folgezeit schafft es "Hand in Hand" zweimal auf Platz 1 der Powerplay-Liste und kann sich 3 Wochen lang auf Platz 1 der "Airplay Top 20" (Sparte Deutscher Schlager) behaupten. Am 27. Dezember sorgt eine völlig anders geartete Pressemeldung für ein Aufhorchen: Nino de Angelo gibt die Trennung von seiner Frau bekannt. Mit dem Fernseh-Interview von Judith Gorgoglione und einigen Presse-Artikeln wird dieses Thema in der Öffentlichkeit aber relativ schnell ad acta gelegt.
1999
Nachdem am Anfang des Jahres noch einige Auftritte mit Claudia Jung folgen, schließt Nino im März einen Vertrag unter der Firma Sony Music Deutschland mit dem Columbia-Sublabel Portrait ab. Noch vor Ablauf des Jahres wird Portrait jedoch aufgelöst, und Nino ist Columbia direkt unterstellt. Bevor die eigentliche Zusammenarbeit beginnt, geht Nino von März bis Mai mit einigen anderen Künstlern auf die ZDF-Hitparaden-Tournee, die anläßlich des 30-jährigen Jubiläums der Sendung stattfindet und quer durch Deutschland führt. Während dieser und auch danach gibt es auch einige Live-Auftritte. Trotzdem konzentriert sich Nino fortan hauptsächlich auf das neue Album. Er stellt sein Team wiederholt um und setzt den Schwerpunkt auf zeitgemäße Musik sowie autobiographische Texte.
Gegen Ende des Jahres gewinnt eine andere Leidenschaft von Nino die Oberhand: Er nimmt zum vierten Mal am 24-Stunden-Kartrennen von Köln teil, wo er bereits das zweite Mal gewinnt. Anfang Dezember startet er auch bei der erstmals ausgetragenen Cart Explosion.

2000
Die "Ruhe vor dem Sturm" in den ersten Monaten des Jahres wird abrupt beendet durch die Meldung, daß Nino am 04.04.2000 von seiner Frau Judith geschieden wurde. Es folgen viele kleine Artikel in Tageszeitungen und Illustrierten sowie einige Kurzbeiträge in TV-Sendungen. Einige davon erwähnen schon die Veröffentlichung des Albums "Schwindelfrei" am 08. Mai. Schon im März wurden die Radio-Stationen mit der Single-CD versorgt, die zwar nicht in die Läden kommt, aber dafür sorgt, dass sich "Schwindelfrei" in vielen Wertungssendungen gut plazieren kann. Bei der Hörerhitparade im MDR1 (Radio Sachsen-Anhalt) belegt „Schwindelfrei“ beispielsweise viermal in Folge den ersten Platz. Als das Album ab 08.05. käuflich zu erwerben ist, folgt eine gigantische Welle von Fernsehauftritten und Rundfunkinterviews. Nino präsentiert sich außerdem mit einem Novum: Er stellt sich in mehreren Live-Chats den Fragen der Internet-Besucher. In einigen Geschäften gibt es eine limited edition des Albums mit dem Bonustrack "Gib mir Zeit" zu kaufen. Die Medien reagieren fast durchweg positiv auf das neue Werk, das musikalisch sehr anspruchsvoll und für Nino im Hinblick auf die Texte eine Art "Tagebuch" der vergangenen Jahre ist. In der ZDF-Hitparade belegt Nino nach 7-jähriger Pause auf Anhieb den zweiten Platz mit "Schwindelfrei". Diesen kann er im August in den Sieg verwandeln. 6 Wochen lang hält sich das Album in den deutschen Top 100, schafft in Österreich sogar mehrfach Platz Eins in den Rundfunk-Charts. "Schwindelfrei" ist wochenlang in den Airplay Charts, Sparte Deutscher Schlager, vertreten, gehört in einigen Radiosendern in dieser Zeit zu den meistgespielten Titeln und ist in sämtlichen namhaften TV-Sendungen vertreten. Nino gehört bezeichnenderweise zu den ersten Gästen der neuen, tiefgründigen Interview-Sendung "Bei Hübner" (leider nur im Abo-Fernsehen ausgestrahlt). Die ARD sendet das 30-minütige Special "Höchstpersönlich". Die weiteren Auskopplungen, "Immer, wenn du fortgehst" und "Zeig' mir bitte nicht", werden wieder nur als Promo-CDs an die Radiostationen gegeben, gehen dadurch im Prinzip auch im Musik-Meer unter. Währenddessen ist Nino mehrmals bei den gewohnten Live-Auftritten zu erleben, allerdings bleibt ihm dafür nicht ganz so viel Zeit wie sonst. Im Dezember tritt Nino zusammen mit allen Jahressiegern noch einmal in der ZDF-Jahres-Hitparade auf. Dies ist gleichzeitig die letzte Sendung der ZDF-Hitparade, mit der ein Stück Musikgeschichte zu Ende geht. Glanzvoller Abschluss des Jahres ist am 22. Dezember die große "Carreras-Gala" zu Gunsten der Leukämie-Stiftung, in der Nino seinen mehr als passenden Song "Überlebt" singt.
2001
Da es in Ninos Karriere immer noch keine Live-Tournee gegeben hat, eine solche aber immer wieder im Gespräch ist, wird für den 17. März ein Testkonzert in Lingen/Ems angekündigt. Mangels Kartenvorverkaufs muß es aber wieder abgesagt werden. Statt dessen führt er seine Fans ins Kino. Nino singt die deutsche Version des Titelsongs für den Disney-Film "Ein Königreich für ein Lama", der am 15. März in den deutschen Kinos Premiere hat und sehr erfolgreich ist. Die Filmmusik kommt von Sting, der Titelsong allerdings wird im englischen Original von Tom Jones gesungen. Dem ganzen ging ein kompliziertes Auswahl-Verfahren voraus, das Nino mit Bravour gemeistert hat. Bereits im Dezember 2000 war er im Studio, um den Titel "Heile Welt" einzuspielen. Er ist zweimal während des Films zu hören, relativ am Anfang und zum Schluß. Ebenfalls im Frühjahr, am 7. Mai, erscheint die Single "Engel", die deutsche Version des Titels "Angel" von Lionel Richie. Die TV-Premiere findet vor einer wunderschönen Kulisse auf Capri statt. Außer diversen Live-Auftritten sind sonst keine herausragenden Ereignisse im Laufe des Jahres zu verzeichen. Am 15. Oktober erscheint auf dem Album „Breathe Me In“ (Coconut/BMG-Vertrieb) von Chris Norman das Duett „Ich mach' meine Augen zu („Everytime“)". Die Live-Premiere der Zusammenarbeit von Chris und Nino findet am 15.12. bei der Verleihung des Internationalen Schlagerpreises von RPR Zwei in der Eberthalle in Ludwigshafen/Rhein statt. Nino bekommt den Preis in der Kategorie "bester nationaler Sänger". Die Veranstaltung wird allerdings erst am 10.02.2002 auf PREMIERE (GoldStar) ausgestrahlt.

2002
Gleich zu Beginn des Jahres sorgt die Nachricht, daß Nino noch einmal an einer deutschen Grand-Prix-Vorentscheidung teilnehmen wird, für große Überraschung. An diversen Veranstaltungen im Vorfeld kann er allerdings wegen einer Salmonelleninfektion nicht teilnehmen. Rechtzeitig zur Vorbereitung auf die Vorentscheidung am 22.02. in der Kieler Ostseehalle ist er aber wieder fit. Mit seinem seinen beiden Kindern gewidmeten Titel "Wenn du lachst" geht er als dritter Künstler ins Rennen, kann aber in der Gesamtwertung nur den 9. Platz von 15 erreichen. Dennoch bewirkt die Teilnahme am Wettbewerb und die damit verbundene große Medienpräsenz, daß sein am 18. Februar erschienenes Album "Solange man liebt" einen guten Start hat. War "Schwindelfrei" eher melancholisch, so blickt Nino mit seinem neuen Werk nun optimistisch in die Zukunft. Die Musik ist modern, schwungvoll und geht sofort ins Ohr. Das Album enthält 13 Titel. Allerdings gibt es bei Bertelsmann auch eine Sonderausgabe mit 14 Titeln. Der Bonustrack heißt "Ich spür dich nicht mehr" und wird auch auf der Single "Wenn du lachst" veröffentlicht. Auch das Booklet ist sehr geschmackvoll gestaltet und enthält eine Menge Fotos, die so richtig Urlaubsstimmung aufkommen lassen. Neben der Grand-Prix-Single gibt es bereits ab 28. Januar noch eine weitere Auskopplung, das Duett "Ich mach' meine Augen zu" mit Chris Norman. Dies ist besonders in Österreich sehr erfolgreich und kann dort am 14. Mai sogar in die Top Ten einsteigen. Auch in Deutschland kann es sich neben der Single "Wenn du lachst" (1 Woche, Platz 100) und dem Album "Solange man liebt" (2 Wochen, Plätze 46 und 39) ab 12. 2. für 4 Wochen in den Top 100 der Single-Charts halten (Höchstwertung: Platz 59). Eine weitere Auskopplung ist "Sarah", die nur als Promo-Single an die Radiostationen gegeben wird, im Handel aber nicht erhältlich ist. Ein weiterer Erfolg ist Ninos Wahl zur "Stimme des Jahres" durch die Radio-Hörer des NDR. Der Preis wird am 4. Mai während der großen TV-Show "Nacht des deutschen Schlagers" in Bad Segeberg verliehen. Trotz des offensichtlichen Erfolges wiegt die nicht gelöste Grand-Prix-Fahrkarte aber so schwer, daß Ninos Plattenvertrag nach dem 30. Juni nicht verlängert wird. Für einige Monate steht er damit ohne Vertrag da und muß die Zeit bis zum Finden einer neuen Firma überbrücken. Nino arbeitet eine Zeit lang in Eigenregie und stellt am 12.11. im Schlagermagazin bei Bernhard Brink (MDR) seinen neuen Song "Ich lebe neu" vor. Es handelt sich um die deutsche Version des Hits "I'm Alive" von Celine Dion. Die Idee und auch der deutsche Text stammen von Hans-Joachim Horn-Bernges, der schon den Text zu "Jenseits von Eden" schrieb. Da sich aber keine Plattenfirma für den Vertrieb finden läßt, bleibt es zunächst bei dieser einmaligen Präsentation.
2003
Ende Januar 2003 kommt es schließlich zu einem neuen Plattenvertrag. Nino unterzeichnet bei der Firma Koch Universal. Außerdem unterschreibt er einen Managementvertrag mit der Firma Panta Musik GmbH in Planegg am Ammersee, die nun für die Planung von Terminen etc. zuständig ist. Das erste Produkt dieser Zusammenarbeit ist die Single "Jenseits von Eden 2003", die am 14.04. erscheint. Es handelt sich um eine aktuelle Neuauflage von Ninos bisher größtem Erfolg, der am 1. November 2003 bereits seinen 20. Geburtstag feiert. Weitere 10 Remakes von Ninos erfolgreichsten Songs sowie zwei neue Lieder sind ab 23.06. auf dem Album "Zurück nach vorn" erhältlich. Am Erscheinungstag stellt er dieses Werk im Kölner "Gloria" einem ausgewählten Publikum live vor. Bereits am 21.06. präsentiert er einem großen TV-Publikum in der Sendung "Sommerfest der Volksmusik" die Single-Auskopplung "Und wenn ich abends einschlaf", ein Duett mit der schweizer Sängerin Francine Jordi. Auch privat gibt es für Nino wieder Veränderungen. Am 12.08. heiratet er sehr überraschend zum zweiten Mal. Seine Frau heißt Michaela, ist 25 Jahre alt und Schauspielschülerin. Gut einen Monat später, am 15. und 16. September, überrascht Nino seine Fans erneut. Erstmals in seiner Karriere macht er Werbung. In der BILD stellt er auf zwei ganzseitigen Anzeigen den neuen "Kaffee-Vo(l)lksautomaten" von Media-Markt und Bild.de vor. In Großformat wirbt er hier für dieses Gerät und sagt "So schmeckt Italien". Am 17.11. gibt es schließlich noch einmal ein musikalisches Ereignis. Die Single "Laß uns fliegen" wird aus dem Album "Zurück nach vorn" ausgekoppelt.Vom Rundfunk hingegen wird der Titel bereits seit mehreren Wochen gespielt und war auch schon vor der Auskopplung in den Airplay Charts zu finden.