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JENNIFER RUSH

 

Jennifer Rush (* 29. September 1960 im Stadtteil Queens, New York City) ist eine US-amerikanische Rock- und Popsängerin. Ihr bürgerliche Name ist Heidi Stern, sie hat zwei Geschwister: Bobby Stern (erfolgreicher Saxophonist) und Stevie Stern (ebenfalls noch heute in der Musikbranche tätig).Bis zu ihrem neunten Lebensjahr lebte Jennifer in New York City, spielte 1. Geige in einem Begabten-Orchester und schaffte sogar den Sprung an die bekannte Juillard School of Music. Kein Wunder, denn Musik stand innerhalb der Familie an erster Stelle. Ihr Vater Maurice sang als Tenor an der New York City Opera, ihre Mutter Barbara eine Pianistin (sie starb 1984 an Krebs), trennte sich nie von ihrem Konzertflügel und ihren Pudeln.Doch dem Vater wurde es in der Puertoricaner-Gegend für die Kinder zu gefährlich. Er suchte sich ein Engagement in Deutschland, die Familie zog um. Mit nur zwei Worten ("Sehr erfreut!") kam Jennifer aus dem New Yorker Großstadt-Dschungel ins deutsche Flensburg und dort in die nächstbeste Volksschulklasse.Jenny verstand kein Wort, und der Vater meldete sie und ihren Bruder Steve nach einem Jahr auf der Rudolf-Steiner-Privatschule in Rendsburg an. Zum ersten Mal mussten die beiden Kinder bei fremden Leuten wohnen, da das Internat zu teuer war. Jennifer lernte jedoch immer noch kein Deutsch und war heilfroh, als sie nach einem weiteren Jahr auf die amerikanische Schule in Wiesbaden gehen durfte.Auch dort blieb sie nur ein Jahr lang, denn dann ließen sich ihre Eltern scheiden. Mit 15 entschied sich Jennifer daraufhin, bei ihrer Mutter in New York zu leben und beendete in den Vereinigten Staaten die Highschool.Nach dem Schulabschluss zog sie mit drei Leuten in eine Wohngemeinschaft und nahm alle möglichen Jobs an, zum Beispiel bei McDonald's, als Verpackerin im Supermarkt oder als Bedienung im Frühlokal, wo sich morgens um fünf Uhr die New Yorker Obdachlosen einfanden.Dann verschlug es Jennifers Vater nach Seattle, und sie zog mit ihrem Bruder Steve zusammen. Ein Jahr lang tingelten die beiden mit einer Pop-Band durch die Lande, Steve als Gitarrist, Jennifer als Sängerin – immer noch in hochhackigen Schuhen und Abendkleidern, wie Ihr Vorbild Aretha Franklin. So trat Jennifer sogar noch auf, als sie ihr Bruder Bobby, der in München geblieben war und sich dort einen Namen als Studio-Musiker gemacht hatte, schließlich zu sich holte, um ihr die ersehnten Kontakte zu großen Plattenfirmen zu vermitteln.Ein Jahr lang lebte Jennifer bei ihrer Stiefmutter Rita, nahm 40 Pfund ab und lernte bei ihrem ersten Auftritt mit einer Big-Band ihren späteren Verlobten Steve Engebretson, den Bassisten vom Jochen Brauer Sextett, kennen. Auch das Märchen von der großen Karriere wurde wahr: 1985 war Jennifer nicht nur in Deutschland, sondern auch in England die Nr. 1, mit Tendenz ein Weltstar zu werden, was sie letztendlich auch durch ihre vielen Erfolge geschafft hat. Ihre 1985 erscheinende Single Power of Love war Nummer 1 in mehreren Staaten. Sie besitzt über 50 goldene Schallplatten und vier Doppel-Platin-Alben.In den späten 1980er sang sie im Duett mit Elton John, Michael Bolton und Plácido Domingo, außerdem 1995 mit Brian May (Queen) und 1998 mit José Carreras sowie Leslie Mandoki. Jennifer Rush überzeugte auch mit dem deutschen Walt Disney-Soundtrack zu Pocahontas ,,Das Farbenspiel Des Winds" (1995) und ,,You & I" zu Walt Disney's Atlantis (2001).Jennifer Rush lebte einige Jahre in München, wo ihre Weltkarriere begann, danach wieder in New York. Seit dem Sommer 2006 lebt sie mit ihrer Tochter Ariel in London.